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Erhöhte Vorsicht ist geboten

Meldung vom 18.07.2017 Die afrikanische Schweinepest ist weiter auf dem Vormarsch

Die Jagd- und Veterinärbehörden rufen aktuell Jäger, Landwirte, Viehhändler und Transporteure zu erhöhter Vorsicht auf. Anlass ist der Fund von bereits 25 mit der "Afrikanischen Schweinepest" infizierten Wildschweinen in Tschechien, etwa 250 Kilometer südöstlich von Prag. Wildschweine erkranken und übertragen diese hochansteckende Viruserkrankung.

Die Jägerschaft ist aufgrufen, keine Schlachtabfälle auf Luderplätze oder Kirrungen auszubringen und verendete oder vor dem Erlegen auffällige Wildschweine dem Veterinäramt zu melden. Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen sind strikt einzuhalten.

Besondere Vorsicht ist angebracht, wenn Schweinehalter gleichzeitig die Jagd ausüben. Ebenso wenn Geschäftskontakte zu von ASP betroffenen Regionen unterhalten werden oder von dort stammendes Personal beschäftigt wird. Außerdem besteht die Gefahr der Einschleppung von ASP auch durch die Einfuhr von Wildbret und Trophäen.

Im Landkreis Passau sind Wildschweine in fast allen Gemeindebereichen festzustellen. Schwerpunktmäßig wird das Schwarzwild in Untergriesbach, Vilshofen an der Donau, Neuburg a. Inn und Fürstenzell bejagt.
Die Afrikanische Schweinepest breitet sich im Baltikum und Osteuropa stetig aus. Durch eine Reduzierung des Schwarzwildbestandes kann eine Verbreitung der Seuche gehemmt werden.

Bei ASP handelt es sich um eine hochansteckende, in der Regel tödlich verlaufende, mit inneren Blutungen einhergehende Erkrankung die von Wildschweinen auch auf Hausschweine übertragen werden kann. Eine gesundheitliche Gefährung für Menschen ist ausgeschlossen.

Das Landratsamt Passau ruft deshalb die besonders betroffnen Personengruppen zu entsprechend verantwortungsvollem Handeln auf.

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