Landkreis Passau Landkreis Passau

Mit Sonnenstrom ganz unabhängig: Der Umweltpreis 2017 geht an den Lagerhaus-Betrieb Feilmeier

Meldung vom 07.06.2017 Anerkennungen für „Umweltschulen“, Naturschutzwächter Erich Wurstbauer und Wasservögelzähler Franz Segieht

Passau. Beispielhaftes betriebliches Energie-Management, vorbildliche Umwelterziehung und ehrenamtliches Engagement im Arten- und Naturschutz: Diese besonderen Leistungen würdigen der Umweltpreis und die Anerkennungen zum Umweltpreis 2017 des Landkreises Passau.

Nach Beschluss des Umweltausschusses erhält das Lagerhaus-Unternehmen Feilmeier (Edlham, Markt Hofkirchen) den mit 2500 Euro dotierten Umweltpreis. Gewürdigt wird damit das „lobenswerte Engagement der Familie Feilmeier“, so der Begründung. Der erzeugte Strom der eigenen PV-Anlagen wird verbraucht bzw. es werden Speicher geladen. Sind auch diese voll, wird warmes Wasser erzeugt. Damit ist ein nahezu unabhängige Energieversorgung sowohl von Betriebs- wie Wohngebäuden gewährleistet. Landrat Franz Meyer: „Der Betrieb in Edlham zeigt ganz handfest und in der Praxis, was heute möglich ist, um wirklich energieautark wirtschaften zu können.“

Die mit insgesamt 500 Euro dotierte Anerkennung zum Umweltpreis teilen sich 2017 die fünf als „Umweltschulen in Europa“ anerkannten Schulen im Landkreis: Die Grundschulen Hofkirchen a.d. Donau und Alkofen-Pleinting, die Realschule Bad Griesbach, die Coelestin-Maier-Realschule Schweiklberg und das Gymnasium Vilshofen. Die Schulen wurden bereits durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz als „Umweltschule in Europa – Internationale Agenda 21 Schule“ ausgezeichnet. Für diese Auszeichnung müssen innerhalb eines Schuljahres zwei Themenfelder aus den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit bearbeitet und dokumentiert und einer Fachjury vorgelegt werden. Im Beschluss des Umweltausschusses heißt es dazu: „Dieses Engagement ist insgesamt anerkennungswürdig.“
Eine weitere Anerkennung (350 Euro) geht an den Naturschutzwächter Erich Wurstbauer (Fürstenzell). Der „von den Bürgern anerkannter Berater für Natur-u. Umweltschutz“ sei laut Ausschuss langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter des Landkreises Passau im Natur- und Artenschutz. Er engagiere sich erfolgreich bei der Findung von praxisorientierten Lösungen und trage durch seine „sachliche und bescheidene Herangehensweise“ dazu bei, dass das Ergebnis von den Betroffenen mitgetragen werde. In seiner seit 2014 ausgeübten Funktion als Umweltberater der Gemeinde Fürstenzell versuche er, „die vielfältigen Anliegen des Natur- und Umweltschutzes den Gemeinderäten und Bürgern zu vermitteln, z.B. durch jährliche Informationsfahrten durch das Gemeindegebiet“.
Die dritte Anerkennung geht 2017 an ehrenamtlichen Wasservogelzähler Franz Segieht (Kirchham), der seit fünf Jahrzehnten seine Vogelbeobachtungen kartiert und über die Zoologische Gesellschaft weltweit zugänglich macht. Dafür wurde er bereits von Umweltministerin Ulrike Scharf ausgezeichnet, jetzt folgt der Anerkennungspreis in Höhe von 350 Euro des Umweltpreises des Landkreises Passau.
1998 wurde der Umweltpreis gegründet, um „Maßnahmen und Initiativen im Bereich des Natur- und Umweltschutzes öffentlich anzuerkennen und dadurch Anreize zur Nachahmung zu schaffen“. Heuer standen neun Vorschläge für preiswürdiges Umwelt-Engagement zur Diskussion, die von der Unteren Naturschutzbehörde in einer Vorschlagsliste für den Ausschuss vorab bewertet wurden. Sowohl Landrat Franz Meyer als auch Naturschutz-Referentin Christiane Kotz zeigten sich beeindruckt von der Qualität der Vorschläge. Der Landrat: „Es wird immer mehr zu einer Herausforderung, die Preisträger zu ermitteln, was klar für das hohe Niveau des Umweltbewusstseins im Landkreis spricht.“