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Start für 13 „Neue“ am Landratsamt: Ausbildungsjahrgang 2018 beginnt

Meldung vom 03.09.2018 Azubis und Anwärter beginnen Ausbildung im öffentlichen Dienst – Landrat: „Sie sind die Botschafter unseres Amtes beim Bürger“

Passau. Das Landratsamt Passau ist auch Ausbildungsbetrieb. Traditionell startete für die „Neuen“ im September die Ausbildung. Wie bereits in den letzten Jahren, nutzte Landrat Franz Meyer den ersten Tag der jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem zwanglosen Kennenlernen. Dabei unterstrich der Landrat die Verantwortung der Landkreisverwaltung, einen wichtigen Beitrag zur Qualifizierung junger Menschen zu leisten. „Wir können nicht von der Wirtschaft fordern, was wir nicht auch selber im Rahmen unserer Möglichkeiten leisten“, so Meyer vor den zehn neuen Auszubildenden und Anwärtern. Und: Als künftige Mitarbeiter des Landratsamtes sind die jungen Damen und Herren nach den Worten des Landrats „Botschafter des Amtes bei den Bürgern“.

Zwei der „Neuen“ lernen ab sofort den Beruf des Verwaltungsfachangestellten in der Fachrichtung Kommunalverwaltung (VFA-K). Hinzu kommen fünf Beamten-Anwärter in der zweiten Qualifikationsebene (2. QE, ehemals mittlerer Dienst). Sie sind allerdings nur einen Tag in Passau, gleich im Anschluss geht es auf Lehrgang an die Verwaltungsschule in Landshut.

Zwei Auszubildende beginnen die Lehre zum Kfz-Mechatroniker bzw. zum Straßenwärter. Ein Auszubildender steigt am Landratsamt als Fachinformatiker für Systemintegration in die Ausbildung ein. Im Oktober kommen noch drei Beamtenanwärter der 3. Qualifikationsebene (ehemals gehobener Dienst) hinzu, die dann ihr duales Studium an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern beginnen. Insgesamt beginnen 2018 also 13 junge Menschen ihre Ausbildung am Landratsamt Passau.

Der Weg ins Landratsamt

25 bis 30 Anwärter sind es, die die jeweils laufende Ausbildung absolvieren. Da das Landratsamt bedarfsgerecht ausbildet, in aller Regel also die Anwärter nach ihrem erfolgreichen Abschluss auch übernimmt, werden pro Jahr zehn bis 15 „Neue“ eingestellt. Margarethe Resch-Fürst, Ausbildungsleiterin im Landratsamt, erläutert den Ausbildungsweg: Während die Verwaltungssekretäranwärterinnen und -anwärter (Beamtenlaufbahn in der zweiten Qualifikationsebene) zwei Jahre eine duale Ausbildung im Landratsamt und in der Verwaltungsschule (Standorte Landshut oder Regensburg) absolvieren, umfasst die „Lehrzeit“ bei den Verwaltungsfachangestellten drei Jahre. Hier kommen zu der Ausbildung an der Berufsschule in Passau regelmäßige Lehrgänge an der Bayerischen Verwaltungsschule hinzu. Für die Ausbildung in der 3. Qualifikationsebene erfolgt die Ausbildung an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern.

Als Ausbildungsschwerpunkte in der Beamtenlaufbahn nennt Margarethe Resch-Fürst insbesondere den rechtlichen Bereich. Bei den Fachangestellten wird großer Wert auf die Verwaltungs-, Wirtschafts- und Finanzlehre gelegt. Die Vergütung ist klar geregelt und bayernweit einheitlich: Die Anfangsbezüge der Beamten liegen bei rund 1150 Euro brutto, bei den Verwaltungsfachangestellten bei 970 Euro.

Erste und wichtigste Hürde für die Einstellung als Beamtenanwärter ist das bayernweite Auswahlverfahren des Landespersonalausschusses. Die dort erzielten Prüfungsleistungen ergeben gemeinsam mit den schulischen Leistungen eine Platzziffer, nach der die besten Bewerber den Zuschlag erhalten. Die Verwaltungsfachangestellten bewerben sich direkt bei den Personalstellen der Landratsämter oder Kommunen.