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Landkreis Passau Landkreis Passau

Unwetter-Hochwasser-Schäden 2016

11.07.2016 Laut einer Mitteilung des Bayerischen Finanzministeriums ist die Antragsfrist für alle nachfolgend aufgeführten Hilfs- und Förderprogramme bis zum 30. Juni 2017 verlängert: Unwetter-Hochwasser-Schäden 2016 - Zur Regulierung der Unwetter-Hochwasser-Schäden stehen verschiedene Finanzhilfen-Programme zur Verfügung. Die Programme gelten im Landkreis Passau für die Unwetter vom: 13./14. Mai, 1. Juni und 25./26 Juni sowie 23./24. Juli beschränkt auf die Gemeinden Salzweg, Thyrnau, Obernzell, Hauzenberg, Untergriesbach, Wegscheid, Neuburg a. Inn und Neuhaus a. Inn

1. Sofortgeld

Das Sofortgeld wird als Zuschuss gewährt, wenn ein Schaden durch Unwetter mit Hochwasser im Mai/Juni 2016 entstanden ist und die Mittel zur Ersatzbeschaffung von durch das Unwetter mit Hochwasser zerstörtem Hausrat oder Betriebs- bzw. Vereinsvermögen verwendet werden.

Es reicht zunächst aus, dass versichert wird, dass das Sofortgeld für Ersatzbeschaffungen verwendet wird. Wird nur Sofortgeld beantragt, sind ein Schadens- und anschließender Verwendungsnachweis nicht zu führen.

Das Sofortgeld wird auf anschließend gezahlte weitere Hilfen mit Ausnahme der Soforthilfe „Haushalt/Hausrat“ und der Soforthilfe „Ölschäden an Gebäuden“ angerechnet.

Erhalten Geschädigte Versicherungsleistungen, ist das Sofortgeld zurückzuzahlen. Übersteigt das Sofortgeld die Versicherungsleistung, ist die Rückzahlung auf die Höhe der Versicherungsleistung beschränkt.

Das Sofortgeld beträgt 1.500 € pro Privathaushalt. Bei Unternehmen (Gewerbebetrieben, selbständig Tätigen, land- und forstwirtschaftlichen Betrieben) mit bis zu 50 Mitarbeitern und Vereinen beträgt das Sofortgeld bis zu 5.000 €.

 

Der Antrag ist über die örtliche Gemeinde einzureichen!

 

Formulare:

 

2. Soforthilfen

„Haushalt/Hausrat“

Private Haushalte, die durch ein Elementarereignis einen Schaden erlitten haben, können – wenn die Mittel für Ersatzbeschaffungen verwendet werden – eine Soforthilfe in Höhe von bis zu 5.000 € je Haushalt erhalten.

War Versicherungsschutz möglich, wurde aber keine Versicherung abgeschlossen, beträgt die Soforthilfe bis zu 2.500 € je Haushalt. Das Sofortgeld wird nicht angerechnet. Versicherungsleistungen werden angerechnet.

Ein Schadens- und ein Verwendungsnachweis sind nicht zu führen; es reicht die im Antrag vorgesehene Versicherung, dass Schäden in dieser Höhe entstanden sind und die Mittel zur Schadensbeseitigung verwendet werden.

Als Begünstigte können sowohl Mieter als auch selbstnutzende Eigentümer des Anwesens in Frage kommen.

 

Der Antrag ist über die örtliche Gemeinde einzureichen!

 

Formular:

 

„Ölschäden an Gebäuden“

 

Für durch Elementarereignisse bedingte Ölschäden an privat genutzten oder nicht gewerblich vermieteten Wohngebäuden kann der Eigentümer oder dinglich Nutzungsberechtigte eine Soforthilfe von bis zu 10.000 € je Wohngebäude erhalten. Der Gebäudeschaden durch Öl als solcher muss nachgewiesen werden. Im Zeitpunkt der Antragstellung reicht die Vorlage von Kostenvoranschlägen aus.

War Versicherungsschutz möglich, wurde aber keine Versicherung abgeschlossen, beträgt die Soforthilfe bis zu 5.000 €.

Das Sofortgeld wird nicht angerechnet.

Zur Vermeidung einer Überkompensation von Schäden dürfen die Soforthilfen zusammen mit anderen mit der Naturkatastrophe zusammenhängenden Hilfen oder Leistungen (insbesondere Versicherungsleistungen, Schadensersatzansprüchen oder Spenden) nicht die Höhe des entstandenen Gesamtschadens überschreiten. Anderenfalls ist der den Gesamtschaden übersteigende Betrag zurückzuzahlen.


Der Antrag ist über die örtliche Gemeinde einzureichen!

 

Formular:

 

Die Antragstellung für Sofortgeld und Soforthilfe ist bis
30. Juni 2017 möglich!

Telefonische Auskunft unter 0851/397-360

Anträge können per Mail an: hochwasser2016@landkreis-passau.de geschickt werden

3. Soforthilfeprogramm des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie für die Schadensermittlung und Schadensbeseitigung der betroffenen gewerblichen Unternehmen, Angehöriger freier Berufe sowie wirtschaftlicher Infrastruktur

Für Gewerbetreibende einschließlich freier Berufe erfolgt eine Zuwendung bis zu 50 % des Schadens, maximal jedoch bis 100.000 €. Auch versicherbare Schäden können mit einem Abschlag von 50 Prozent berücksichtigt werden. Ausgezahltes Sofortgeld bzw. Versicherungsleistungen werden angerechnet.

 

 

Zuständig für dieses Programm ist die Regierung von Niederbayern in Landshut.

 

Ansprechpartner:

Dr. Walter Buchner - Tel. 0871/808-1300 - walter.buchner@reg-nb.bayern.de

Wolfgang Maier - Tel. 0871/808-1300 - wolfgang.maier@reg-nb.bayern.de

Heidi Taubeneder - Tel. 0851/397-246 - heidi.taubeneder@landkreis-passau.de

 

Formular:

 

Für betroffene Unternehmen besteht auch die Möglichkeit, Kontakt mit der Task Force der LfA Förderbank Bayern aufzunehmen (http://www.lfa.de/website/de/beratung/taskforce/index.php) und sich dort über Finanzhilfen aller Art kostenlos beraten zu lassen. Dabei steht das gesamte Instrumentarium der LfA zur Verfügung, wie zum Beispiel zinsgünstige Darlehen und Risikoentlastungen, die über die Hausbanken ausgereicht werden.

 

4. Darlehensprogramm „Hochwasser 2016“ der BayernLabo

 

Gefördert werden Instandsetzungsmaßnahmen zur Beseitigung der durch das Hochwasser vom Mai/Juni 2016 entstandenen Schäden an Eigen- und Mietwohnraum sowie die Wiederherstellung (Ersatzneubau bzw. Zweiterwerb) von durch das Hochwasser zerstörten Eigen- und Mietwohnraum.

 

Antragstellung ist bis 30.06.2017 möglich!

 

Hier finden Sie:

 

5. Für Land- und Forstwirte erfolgt eine Zuwendung bis zu 50 % des Schadens, maximal jedoch bis 50.000 €. Auch versicherbare Schäden können mit einem Abschlag von 50 Prozent berücksichtigt werden. Ausgezahltes Sofortgeld bzw. Versicherungsleistungen werden angerechnet. Zuständig ist das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Weitere Informationen sind dort erhältlich.

 

Betroffene Kommunen erhalten finanzielle Hilfen nach dem Finanzausgleichsgesetz (FAG).

 

6. Härtefälle/Notstandsbeihilfen

 

Aus dem Härtefonds können Privathaushalte, Gewerbebetriebe und selbstständig Tätige sowie Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft und Vereine Zuschüsse als Notstandsbeihilfen erhalten. Voraussetzung ist, dass Wohngebäude und Hausrat bzw. unternehmerisches Vermögen der Betroffenen geschädigt wurde und dass die Geschädigten ohne staatliche finanzielle Unterstützung in eine existentielle Notlage zu geraten drohen.

Die Gewährung einer Finanzhilfe setzt die Prüfung der finanziellen Verhältnisse der Geschädigten voraus (Art und Umfang der Ermittlung nach pflichtgemäßem Ermessen, d. h. den Umständen und der Bedeutung des Falles angemessen). Maßgeblich sind die wirtschaftlichen Gesamtverhältnisse der Antragsteller (und bei Privathaushalten auch der im Haushalt lebenden Angehörigen).

Zuschüsse können auch zur Beseitigung versicherbarer Schäden geleistet werden. Versicherungsleistungen werden angerechnet.

In solchen Fällen empfiehlt sich vor Antragstellung ein Beratungsgespräch mit dem Landratsamt Passau.

Ansprechpartner:
Roland Gruber - Tel. 0851/397-318 - roland.gruber@landkreis-passau.de


Formular: