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Gefahr für Flussperlmuscheln: Landratsamt bittet Reiter um Rücksicht

Meldung vom 24.08.2018 Kleine und Große Ohe in den Gemeinden Aicha vorm Wald, Eging am See, Fürstenstein und Thurmansbang betroffen

Passau. Die Flussperlmuschel ist eine streng geschützte Tierart und vom Aussterben bedroht. Restvorkommen der Muschelart in einigen Bächen des Bayerischen Waldes sind aktuell einer zusätzlichen Gefährdung durch Reiter ausgesetzt, die das Flussbett queren. Die Naturschutzbehörde am Landratsamt Passau bittet daher bei Ausritten um Rücksicht auf die bedrohte Tierart: Auf das Reiten durch die betroffenen Gewässer soll verzichtet werden.

Zum Schutz der Flussperlmuschel läuft aktuell das Nachzuchtprojekt ArKoNaVera. Damit sollen die Bestände der Muschelart im Bayerischen Wald wieder stabilisiert werden und eine natürliche Fortpflanzung der Tiere wird angestrebt.

In einigen wenigen Bächen des Bayerischen Waldes befinden sich höchst bedrohte Restvorkommen der Flussperlmuschel. Im Juli dieses Jahres wurden zusammen mit dem bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber und der Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Dr. Beate Jessel erste nachgezüchtete Flussperlmuscheln in die natürlichen Gewässer ausgesetzt. Eine starke Bedrohung für die Tiere beobachten in letzter Zeit aber der Landschaftspflegeverband, Projektleiter Dr. Marco Denic und die Muschelberater an den Gewässern vor Ort: Häufig wurden in den letzten Wochen Flussperlmuscheln durch Pferdetritte verletzt oder sogar getötet. Um die Muscheln vor diesen Gefahren zu schützen, bittet die Naturschutzbehörde am Landratsamt Passau, die entsprechenden Gewässer vor allem mit Pferden nicht durch das Flussbett zu queren, sondern ausschließlich Stege und Brücken dafür zu nutzen. Betroffen sind die Große Ohe zwischen Gingharting und Wollmering sowie die Kleine Ohe zwischen dem Rothauer See und Wollmering.

Für weiterführende Informationen und Fragen steht Dr. Marco Denic unter Tel. 08502 9159 662 oder per E-Mail unter marco.denic@landkreis-passau.de zur Verfügung.

 
Hier finden Sie eine Übersicht der betroffenen Gewässerbereiche.