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Umweltpreis 2019 geht an Grundschulen Aicha v.Wald und Bad Füssing-Kirchham

Meldung vom 31.03.2019 Landkreis würdigt schulische Projekte des Natur- und Umweltschutzes – Anerkennung an drei Firmen und Vereine

Passau. Die Träger des diesjährigen Umweltpreises des Landkreises Passau stehen fest. Der Umweltausschuss hat den durch die Verwaltung vorgeprüften Vorschlägen zugestimmt. Den Umweltpreis 2019 des Landkreises Passau, der mit insgesamt 2.500,- € dotiert ist, teilen sich demnach die Grundschulen Aicha vorm Wald und Bad Füssing-Kirchham je zur Hälfte. Anerkennungen zu je 400,- € erhalten die Firma Baumaschinen Mörtlbauer, der Maschinenring Unterer Bayerischer Wald und der Imkerverein Vilshofen-Hofkirchen.

Den Natur- und Umweltschutz von klein auf lernen: Das könne die Schüler der Grundschulen Aicha vorm Wald und Bad Füssing-Kirchham. Zahlreiche Projekte und Aktionen in diesem Bereich werden seit vielen Jahren an beiden Bildungseinrichtungen durchgeführt. Zur Begründung des Vorschlags führt die Verwaltung aus: „Neben den ‚üblichen‘ Aktionen, die an fast jeder Schule durchgeführt werden (Gesundheistprogramm, Schulfruchtprogramm, gesunde Pause, Thema Müll und Mülltrennung im Unterricht), beeindruckt die Grundschule Aicha vorm Wald durch die vielen zusätzlichen Maßnahmen und Aktionen innerhalb eines Jahres, bei denen alle Klassen eingebunden sind.“ Die Grundschule Bad Füssing Kirchham konnte durch die seit langem durchgeführte aktive Beteiligung der Schüler an aktuellen Projekten in der Gemeinde überzeugen. „Die Kinder können selbst gestaltend in ihrem Lebensbereich mitwirken. Sie werden dadurch direkt in das Gemeindeleben einbezogen und zwar seit 1990 jährlich Die Projekte wirken generationenübergreifend,“ heißt es aus der Abteilung Umweltschutz am Landratsamt Passau.

Anerkennenswert befand die Jury der Natur- und Umweltschützer auch die Innovationen der Firma Baumaschinen Mörtlbauer mit Sitz in Fürstenzell. Neben Entwicklungen zur Reduzierung der Feinstaubbelastung bei Abbrucharbeiten und der Dekontamination von belastetem Erdreich wurde besonders die Nutzung von Elektroantrieben im Baumaschinenbereich gewürdigt.

Ein Vorbild für ökologisches Bauen mit zeitgemäßer Architektur ist nach Meinung der Naturschützer am Landratsamt auch der Neubau eines Verwaltungsgebäudes des Maschinenrings Unterer Bayerischer Wald in Hutthurm-Kringell. Besonders beeindruckt haben die Verwendung heimischer Materialien und die Ausführung durch regionale Unternehmen. So stammt der verwendete Granit ausschließlich aus Hauzenberg und Waldkirchen, das Tannenholz kommt aus dem Forstrevier Wiesenfeld bei Regensburg. Auf eine Behandlung der verwendeten Hölzer mit giftigen Schutzmitteln wurde verzichtet, lediglich die Eichenböden wurden geölt. Auch die Stromversorgung durch Ökostrom, die Photovoltaikanlage und die LED-Beleuchtung sind vorbildlich.

Das aus naturschutzfachlicher Sicht vorbildliche Engagement des Imkervereins Vilshofen-Hofkirchen ist der Umweltpreis-Jury ebenfalls eine Anerkennung wert. Gerade im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit ist der Verein sehr aktiv und bietet viele Aktivitäten in diesem Bereich an, wie zum Beispiel der Anbau bienenfreundlicher Blumenwiesen und blütenreicher Bienenbäume. Allein 750 Kinder besuchten in den vergangenen zwei Jahren den Lehrbienenstand des Vereins. „Damit fördert der Imkerverein das Wissen um die Bienen und den Honig für die Allgemeinheit, vor allem aber für Kinder und Jugendliche und damit für die Zukunft,“ heißt es in der Begründung.

Der Umweltausschuss des Landkreises Passau hat allen Vorschlägen zugestimmt. Die Preise und Anerkennungen werden im Rahmen des Naturschutztages am 6. Juni offiziell überreicht.